S04-Trainer Markus Weinzierl. (Photo by Lars Baron/Bongarts/Getty Images)
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Weinzierls Zeit auf Schalke ist vorbei

Der FC Schalke 04 und Markus Weinzierl passen nicht zueinander. Das hat nicht nur die abgelaufene Saison, sondern auch die zwischenmenschlichen Reaktionen gezeigt. Ein Kommentar.

Ach, Schalke … Wieder mal ist es soweit. Markus Weinzierl ist ein Trainer, der mit viel Mut und Elan das Berger Feld von sich überzeugen wollte. Noch bevor er überhaupt offiziell der Fußballlehrer einer untrainierbaren Schalker Mannschaft wurde. Im ZEIT-Interview sagte er vor einem Jahr, dass es nicht schiefgehen würde, weil er sich vorbereitet habe.

Wenn man jedoch mit Insidern aus dem Klub spricht, mit Spielern und Squad-Members, dann hört man oft: Wenn man nach links durch die Tür gehen sollte, geht man dann doch rechts und versickert in einem Schlammgraben. Wer sich das bildlich vorstellen möchte, sollte vielleicht mal Takeshis Castle sehen.

Ach, Schalke … Mittlerweile ist es vorbei mit der Ruhe, vorbei mit Verständnis. In den nächsten Tagen wird höchstwahrscheinlich ein neuer Trainer vorgestellt und dieser trägt den Namen Domenico Tedesco. Markus Weinzierl, ein Trainer, der von sehr vielen Schalker Knappen das kostbarste Geschenk erhalten hat, was es hier gibt: ein Jahr Ruhe nach fünf Pleiten zum Start. Kostbar bedeutet aber nicht unendlich.

Ach, Schalke … Die Mannschaft des Klubs hat Markus Weinzierl, sagen wir es nicht ganz so drastisch, nicht mehr sooo ganz lieb. Auch ich hab für Geduld plädiert – wir müssen dem Ganzen Zeit geben. Ja, das war ich. Aber, da ging es lediglich um Sportliches – nicht um zwischenmenschliche Dinge. Und da geht der Ofen aus. Yevhen Konoplyanka hat es knallhart gesagt und nach ordentlichem Gefunke ist es so: Leider hat Markus Weinzierl hier keine Zukunft – mit ihm geht Schalke 04 nicht in die neue Saison.

Heidel hat ihn schon vor Wochen plattgemacht, als er sagte: Ich habe kein Spielsystem erkannt. Da war es schon vorbei.