Christian Heidel. (Photo by Lars Baron/Bongarts/Getty Images)
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Schmähbanner gegen Heidel: Die Plakate tun mir natürlich weh

Schalkes Sportvorstand Christian Heidel hat sich zu den Plakaten in der Nordkurve geäußert. Der Ex-Mainzer hat Verständnis für die Fans.

Es hätte eigentlich ein toller Fußballabend sein können. Der FC Schalke 04 gewann das Heimspiel gegen den VfB Stuttgart mit 3:1. Doch im Anschluss daran war die Plakat-Aktion in der Nordkurve Thema in den Medien, Blogs und Social Media allgemein. "Vom Autohändler zum Identifikationsschänder", war unter anderem zum Beispiel deutlich zu lesen.

Dieser Teil der Schalke-Fans äußerte Unmut gegenüber der Transferpolitik von Heidel. Besonders nach dem Wechsel von Benedikt Höwedes befindet sich die Fanszene in Aufruhr. Schalke 04 würde die Identität verloren gehen, weil auch andere Spieler, die in der Knappenschmiede ausgebildet wurden, den Klub verlassen haben.

Im Gespräch mit BILD äußerte sich nun Heidel selbst. "Die Plakate tun mir natürlich weh! Es tut mir auch leid, wenn bei einigen unserer Fans – gerade beim Wechsel von Benedikt – ein falscher Eindruck entstanden ist. Wir wollten nicht, dass er geht", sagte der 53-Jährige.

Heidel ergänzte: "Wer mich kennt, weiß, wie wichtig mir dieses Thema ist. Wie früher mit Mainz identifiziere ich mich jetzt zu 100 Prozent mit Schalke. Ich bin wohl einer der größten Fußball-Romantiker. Aber ich mache den Fans keinen Vorwurf."

Schalke 04 befindet sich in einem Umbruch, der letztes Jahr gestartet wurde. In dieser Veränderungsphase wird es auch weiterhin Entscheidungen geben, die nicht jedem Fan schmecken. Heidel versuchte dies zu erklären: "Wir achten sehr darauf, neue Identifikationsfiguren zu schaffen. Aber das muss sich entwickeln, wenn man sich wie wir neu aufstellt. Solche Figuren entstehen vor allem durch Erfolge – und davon gab es in der letzten Saison zu wenige."