Benedikt Höwedes (l.) und Sead Kolasinac. (Photo by Lars Baron/Bongarts/Getty Images)
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Schalkes Benedikt Höwedes bestätigt Anfragen anderer Klubs

Nachdem Benedikt Höwedes als Kapitän des FC Schalke 04 von Trainer Domenico Tedesco abgesetzt wurde, erhielt er Anfragen anderer Klubs. Diese werde von seinem Berater nun geprüft.

Der Sieg des FC Schalke 04 vor heimischer Kulisse gegen Vizemeister RB Leipzig (2:0) gerät Tage danach in den Hintergrund. Dafür verantwortlich sind die aufgekommenen Wechselgerüchte um den Innenverteidiger, besonders befeuert von der BILD-Zeitung. Das Blatt schrieb, dass das Tischtuch zwischen dem gebürtigen Halterner und Schalke 04 zerschnitten sei.

"Dass ihn 55 Berater quer durch Europa anpreisen – damit müssen wir leben. Aber kein Verein hat mich wegen Benedikt bisher kontaktiert. Ich respektiere die Wünsche von Spielern, wenn sie gehen wollen. Aber Bene hat nie was gesagt", wird Sportvorstand Christian Heidel von der Funke Mediengruppe zitiert.

Berater prüft Anfragen

Fakt ist, dass Höwedes die Entscheidung von Trainer Tedesco nicht teilt, was der Weltmeister selbst bereits kundtat. Nun bestätigte er ebenfalls gegenüber der Funke Mediengruppe: "Klar ist, dass ich durch die überraschende Absetzung als Kapitän Anfragen von anderen Klubs erhalten habe. Es liegt in der Natur der Sache, dass mein Berater prüft und beantwortet."

Höwedes ergänzt: "Ich habe immer gesagt, dass ich einen Wechsel innerhalb der Liga ausschließe und mir grundsätzlich einen Wechsel ins Ausland vorstellen kann. Diesen Zeitpunkt sehe ich – Stand heute – jedoch nicht."

Ob dies nun ein klares "Nein" zu einem plötzlichen Abgang noch in dieser Transferphase ist, darf man anzweifeln. Höwedes hat ein WM-Jahr vor sich und braucht regelmäßige Einsätze. Wenn der Nationalspieler nicht Stammspieler auf Schalke ist, wird es, trotz seiner Verdienste in der deutschen Nationalmannschaft, schwer sein, auf den WM-Zug aufzuspringen.

Höwedes ist dennoch dafür bekannt, dass er keine Kurzschlussreaktionen fällt. Nun befindet sich der Schalker Publikumsliebling aber in einer Situation, die ihm nach den letzten Jahren auf Schalke eher fremd sein wird. Er ist nicht mehr unangefochten. Das Transferfenster schließt in neun Tagen. Sollte es ein passendes Angebot geben, mit dem sowohl Höwedes als auch Schalke leben können, dürften beide Parteien ins Grübeln kommen.