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Lothar Matthäus greift Markus Weinzierl an und begreift das Schalker Spielsystem nicht

In seiner Sport-Bild-Kolumne, die wöchentlich in dem Blatt erscheint, kritisiert Lothar Matthäus die Einbindung von Max Meyer. Ein klarer Vorwurf an Markus Weinzierl.

In der am Mittwoch veröffentlichten Ausgabe der Sport Bild äußerte sich Lothar Matthäus unter anderem auch über die Vorgaben von Cheftrainer Markus Weinzierl an dessen Spieler Max Meyer. Und der Weltmeister von 1990 kritisiert dessen Rolle harsch. "Unter Markus Weinzierl hat sich das Schalker Spiel verändert. Für Meyer wäre die Position hinter den Spitzen, auf der er sich frei bewegen kann, eigentlich perfekt."

Matthäus ergänzte in seiner Kolumne: "Nun muss er im 4-4-2 aber als zweiter Stürmer agieren, dort viel Laufarbeit verrichten und den Gegner schon früh attackieren. Nun stimmt seine Torquote nicht mehr, er traf erst einmal. Aber das liegt eben auch daran, dass er nicht mehr aus der Tiefe kommen kann."

Die Kritik wirkt überzogen. Matthäus betont die Torquote und sagt, dass Meyer nur ein Mal getroffen habe. Das stimmt zwar, aber in der vergangenen Saison waren es in 16 Spielen nur zwei Treffer – also lediglich nur ein Tor Unterschied. Warum der ehemalige Weltfußballer dann gleich Meyers Torquote bemängeln muss, ist unverständlich.

Was allerdings ebenfalls schwer zu greifen ist, ist, dass Matthäus kritisiert, der 21-Jährige müsse im 4-4-2-System den zweiten Stürmer spielen. Eine Aussage, die schlichtweg falsch ist. Markus Weinzierl lässt in einem klaren 3-5-2-System agieren, das in der Rückwärtsbewegung zu einem 5-3-2 wird. Meyer agiert allerdings nicht als direkter Nebenmann des anderen Angreifers, sondern lässt sich fallen – ins offensive Mittelfeld. Selbstverständlich musste das Eigengewächs sein Spiel umstellen, das nun mal laufintensiver wurde. Das ist korrekt und für einen Beobachter der Schalke-Spiele ist das nichts Neues.

Dass ein Lothar Matthäus aber nicht erkennt, dass Markus Weinzierl ein 3-5-2-System spielen lässt, ist schon abenteuerlich.